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Interface-Beschreibung

Ladungsinformationen
abrufen

WES fragt fehlende Ladungsdaten aktiv beim WMS ab.
WMS REST Interface

1. Überblick

Dieser Prozess beschreibt, wie identpro WES fehlende Ladungsinformationen aktiv beim übergeordneten WMS abfragt. WES ruft dazu den GET /wms/tord-Endpunkt des WMS auf und erhält als Antwort ein Array von TORD-Objekten mit den vollständigen Ladungsdaten.

Typischer Auslöser ist ein Ladungsträger, der physisch im Lager erfasst wird, für den identpro WES jedoch noch keine Stammdaten besitzt. Durch den Pull-Mechanismus kann WES die Daten eigenständig nachladen, ohne auf eine separate Push-Nachricht des WMS zu warten. Welche Felder des TORD-Objekts dabei zurückgeliefert werden, ist in identpro WES konfigurierbar.

Die Kommunikationsrichtung verläuft von WES → WMS.

2. Beteiligte Systeme

SystemRolleAktion
identpro WES Anfragender Erkennt fehlende Ladungsdaten und sendet einen GET-Request an das WMS
LVS / WMS Auskunftgeber Empfängt die Anfrage und antwortet mit den Ladungsdaten als TORD-Array

3. Voraussetzungen

4. Prozessablauf

identpro WES
LVS / WMS
1WES erkennt einen Ladungsträger, für den keine oder unvollständige Stammdaten vorliegen (z. B. bei Ankunft am Sensor).
2WES sendet HTTP GET an https://<WMS-HOST>:<PORT>/wms/tord – optional mit lenum, truck oder frpla als Query-Parameter.
3Das WMS prüft die Anfrage und ermittelt die passenden Ladungsdaten.
4aFehlerfall: Ladung nicht bekannt → WMS antwortet mit leerem Array oder Fehlerhinweis im sftxt-Feld. WES protokolliert den Fehler.
4bErfolgsfall: WMS antwortet mit einem Array von TORD-Objekten, die die angeforderten Ladungsdaten enthalten.
5WES verarbeitet die empfangenen TORD-Objekte und legt die Ladungsdaten intern an bzw. aktualisiert bestehende Einträge.

5. API-Aufruf

Endpunkt

MethodeGET
URLhttps://<WMS-HOST>:<PORT>/wms/tord
RichtungWES → WMS
Acceptapplication/json
Hinweis: Alle Query-Parameter sind optional. Wird keiner angegeben, liefert das WMS alle aktuell verfügbaren TORD-Objekte zurück – abhängig von der WMS-seitigen Konfiguration.

Query-Parameter

ParameterTypPflichtBeschreibung
lenumStringOptional Ladungs-ID des gesuchten Ladungsträgers. Schränkt die Antwort auf genau diese Ladung ein.
truckStringOptional Name des anfragenden Fahrzeugs (Stapler). Kann zur kontextbezogenen Filterung verwendet werden.
frplaStringOptional Aktueller Lagerort des anfragenden Fahrzeugs. Ermöglicht standortbezogene Abfragen.

Beispielaufruf

GET https://<WMS-HOST>:<PORT>/wms/tord?lenum=Ladung+1234&truck=Stapler-01&frpla=FT-01
Accept: application/json

6. Response

Das WMS antwortet mit einem JSON-Array von TORD-Objekten. Welche Felder des TORD-Objekts befüllt werden, ist in identpro WES konfigurierbar. Typische Felder sind Ladungstyp, Abmessungen, Gewicht, Materialliste und Sperrstatus.

Beispiel – Erfolgsfall

✓ Response 200 OK
[
  {
    "tatyp":    "AVIS",
    "lenum":    "Ladung 1234",
    "letyp":    "Europalette",
    "length":   1200,
    "width":    800,
    "height":   1000,
    "weight":   950,
    "lckstate": "NOT_LOCKED",
    "packageList": [
      {
        "matnum": "10070/20",
        "mattxt": "Material 1",
        "qunit":  "ST",
        "quant":  500.0
      }
    ]
  }
]

Beispiel – Fehlerfall (Ladung unbekannt)

✗ Response (leeres Array / Fehlertext)
{
  "status": "FAIL",
  "sftxt":  "Unknown lenum: Ladung 1234!"
}

7. Statuscodes

HTTP-StatusBedeutungBeschreibung
200 OK Erfolg Das WMS hat die Anfrage verarbeitet und ein TORD-Array zurückgeliefert (ggf. leer, wenn keine passende Ladung gefunden wurde).
400 Bad Request Ungültige Anfrage Syntaktisch fehlerhafte Query-Parameter.
404 Not Found Endpunkt nicht erreichbar Der WMS-Endpunkt ist nicht konfiguriert oder nicht erreichbar.
500 Internal Server Error WMS-Fehler Interner Fehler auf WMS-Seite bei der Verarbeitung der Anfrage.

8. Hinweise

Konfigurierbare Feldauswahl:
Welche Felder des TORD-Objekts vom WMS befüllt werden, ist in identpro WES projektspezifisch konfigurierbar. Nicht alle Felder müssen zwingend geliefert werden.
Verhältnis zu TORD-Push:
Dieser GET-Endpunkt ergänzt den regulären TORD-Push ( PUT /wms/idptords), bei dem das WMS Ladungsdaten aktiv an WES sendet. Der Pull-Mechanismus greift, wenn eine Ladung physisch im System auftaucht, aber noch keine Push-Nachricht eingegangen ist.
Leeres Ergebnis-Array:
Gibt das WMS ein leeres Array zurück ([]), existiert die angeforderte Ladung im WMS nicht oder ist zum Abfragezeitpunkt noch nicht freigegeben. WES protokolliert diesen Fall und kann den Abruf nach einem konfigurierbaren Intervall wiederholen.